Honl Blitzadaptionen für Systemblitze

Honl Speed Tools

Honl Speed Tools

Mit unserem Blog wollen wir ja nicht nur zeigen wie wir arbeiten, sondern euch auch innovative Produkte zeigen, welche es in unsere Fototaschen gebracht haben und regelmässig bei uns im Einsatz stehen. Der amerikanische Fotograf David Honl hat mit seinem auf Klettband basierendem System für Systemblitzadaptionen, nicht nur ein ultraleichtes sondern vor allem auch kostengünstiges Produkt auf den Markt gebracht. Seine Lichtformer sind für den schnellen Einsatz wie z.B. bei Hochzeitsreportagen in meiner Tasche nicht mehr wegzudenken. Und das schöne daran, mit ca. 150$ kauft man sich bereits durch das komplette Sortiment und ist bestens ausgerüstet.

Neben unterschiedlichen grossen Snoots, finden sich auch Korrektur- und Effektfolien sowie Wabenvorsätze für Systemblitze im Sortiment. Zentrales Element der Honl Ausrüstungsreihe bildet das Speed Strap. Ein Klettband welches man bequem um den Schwenkkopf des Blitzes klettet. An diesem befestigt man dann die verschiedenen Adaptionen. Auch Kombinationen aus Korrekturfolie und anderen Adaptionen sind kein Problem. Dies ist z.B. sehr hilfreich um den Blitz an die Farbtemperatur von Kunstlicht anzupassen und gleichzeitig die Härte des Blitzlichts zu verändern.

Wann und wo kommen seine Adaptionen nun bei mir zum Einsatz? Die Korrekturfolien (CTO, CTB und Green) nutze ich z.B. unter Kunstlicht bei Reportagen und Konzerten bei denen ich entfesselt blitze. Hier dienen die Folien zum Anpassen der Farbtemperatur an das vorhandene Kunstlicht. Bei Outdoorshootings lassen sich z.B. mit den CTO Folien interessante Farbverschiebungen im Hintergrund erzeugen. Ich kombiniere die Korrekturfolien bei Peopleshootings unter anderem mit der Ezybox von Lasolite, Durchlicht- oder Reflexschirmen.

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Sehr interessant für Reportagen sind die Snoots. Diese kann man auch in geöffneter Form an den Blitzkopf kletten und erhält somit eine vergrösserte “Streuscheibe”. Als Resultat bekommt man ein sehr schönes Licht für Portraits. Gerade bei Reportagen ist dies interessant, da man eine weiche Ausleuchtung erhält die sich von den üblichen direkt geblitzten Fotos abheben.

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Wer also noch auf der Suche nach kleinen, leichten und günstigen Helfern ist, um sein Blitzlicht an diverse Aufnahmesituationen anzupassen, dem lege ich die Honl Photo Produkte wärmstens ans Herz. Erhältlich sind sie bequem via Webshop von David Honl.

www.honlphoto.com

Entfesselt blitzen an Konzerten

Wer regelmässig an Konzerten unterwegs ist, kennt das Problem. Der Helligkeitsunterschied zwischen Front- und Hintergrundlicht beträgt schnell einmal mehrere Blende. Versucht man nun die Gesichter gescheit zu belichten, frisst einem der Hintergrund aus, belichtet man auf das Hintergrundlicht bleiben die Gesichter oftmals unerkennbar dunkel. Es fehlt also schlichtweg ein gescheites Hauptlicht von vorne, welches im besten Fall farbneutral ausfällt..  ergo, Blitz auf die Kamera?? Neeee lieber nicht, das sieht dann grässlich geblitzt aus und die ursprüngliche Lichtstimmung geht grösstenteils verloren..

So nun schaut euch mal dieses Bild hier an, wer kann mir sagen was für Lichtverhältnisse hier geherrscht haben??

Beauty of Gemina - Kiff Aarau

Wie man unschwer erkennen kann gabs etwas Nebel für die Lichteffekte im Hintergrund, blaues und grünes Licht von hinten, welches punkto Helligkeit gut ausbalanciert war mit dem weissen Licht von vorne. Also ein gutes Konzertfotos mit schönem Bühnenlicht.. aber halt, hier gehts ja um das böse Blitzen an Konzerten!! Schaut euch das Bild mal etwas genauer an und achtet auf den kleinen Schatten an der linken Hand. Ein typischer Schatten der entsteht, wenn z.B. ein grosser Verfolger auf einen Musiker gerichtet ist, der hinter seinem Mikrofonständer steht. Das Blöde ist nur, in der Location wo dieses Bild entstand gibt es keine Verfolger! Wie kommt also der Schatten dort hin??

Ganz einfach, dieser stammt vom Speedlight das ich verwendet habe. Ihr habt richtig gelesen, ich hab geblitzt! Der Trick dabei ist, das Blitzlicht darf nicht aus der Kamerarichtung kommen!! Frontal zur Bühne aufgestellt, sieht es so aus als wenn ein grosser Verfolger den Musiker angeleuchtet hätte. Das Setup hierzu ist denkbar einfach und wie ihr sehen könnt, richtig eingesetzt, für den Betrachter nicht sichtbar!

lighting-diagram-konzert Das Speedlight wurde auf einem Gorillapod Stativ erhöht, hinter dem  Mischpult aufgestellt. Der Abstand zur Bühne betrug ca. 15m, Blitzreflektor auf war auf 105mm eingestellt. Die Leitzahl des 580er Speedlights von Canon beträgt 58 bei 105mm Reflektorstellung. Nun fix die Leitzahlformel zur Hand genommen, bei Blende 2.8, 15m Abstand und ISO800 ergibt das dann rund 1/16-1/16 +0.3  Blitzleistung um eine korrekte Belichtung zu erhalten. Wenn einem nun das eigene Frontlicht zu hell oder zu dunkel ist, einfach die Blitzleistung am Blitz anpassen. Da das Blitzlicht von der Verschlusszeit unabhängig ist, kann man nun das vorhandene Bühnenlicht via Belichtungszeit steuern, ohne das eigene Hauptlicht zu verändern. Natürlich nur innerhalb der Synchronzeit von der verwendeten Kamera.

Ausgelöst wird das ganz per Funk. Ich selber benutzte Pocket Wizard Trigger dafür. Elinchrom Skyports oder ähnliches geht natürlich auch. Die optische Steuerung von Canon respektive die von Nikon funktioniert aufgrund der Distanz und des fehlenden Sichtkontaktes nicht.

Einen Nachteil hat dieses Setup jedoch. Als normaler Pressefotograf darf man in der Regel nichtmal einen Blitz auf der Kamera benutzen, geschweige denn einen entfesselten Blitz hinter dem Mischpult aufstellen. Wer jedoch als Hausfotograf direkt für einen Club fotografiert oder im Auftrag einer Band unterwegs ist, dem sollte es möglich sein so ein Setup aufzubauen. Einfach mal nett fragen..