Mallorca, Tag 4 – Fashion Story

Okay eigentlich ist ja bereits Tag 5.. wir sind gestern ziemlich lange unterwegs gewesen und als wir wieder zurück in unserem Haus waren ging garnichts mehr ausser essen und ins Bett gehen. Daher gibts Tag 4 mit ein paar Stunden Verspätung.

Remo hatte ja schon angekündet was wir in diesem Beitrag mal ein wenig über Available Light schreiben werden. Nur wenige Minuten von unserem Haus entfernt liegen wunderschöne Olivenhaine in denen ich unbedingt fotografieren wollte. Also haben wir unser Model Dominique sommerlich gestylt und sind am späteren Nachmittag losgefahren. Meine Idee war es sehr helle und leicht ausgefressene Bilder zu fotografieren. Am besten geht dies, wenn die Sonne bereits etwas tiefer steht. Das schöne daran ist, dass man ohne viel Technik auskommt. Eine Reflektor ist je nach Motiv hilfreich um noch etwas aufzuhellen, aber nicht zwingend nötig.

Was ist nun der Trick bei solchen Fotos. Das Model steht mit dem Rücken zur Sonne, sprich man fotografiert gegen das Sonnenlicht. Das Gesicht liegt damit im Schatten. Die Belichtung habe ich mit dem Handbelichtungsmesser vom Gesicht des Models weg (also mit der Sonne) eingemessen und dann je nach Situation 1- 1 1/3 Blenden überbelichtet. Dadurch überstrahlt der Hintergrund stark und man erhält Flares im Bild die das Models sehr schön einrahmen. Zudem ist das Gesicht in sehr weiches und schönes Licht getaucht. Möchte man den Hintergrund nicht ganz so stark überstrahlen, einfach mit einem Reflektor (eine Zebrabespannung ist optimal) benutzen um das Gesicht das Models etwas aufzuhellen. Je grösser der Reflektor umso besser, dadurch bleibt die weiche Lichtstimmung erhalten. Fotografiert habe ich mit Blendenwerten von f2-f2.5.

Einen letzten kleinen Punkt gibt es noch zu beachten. Bei solchen Fotos sollte man unbedingt die Streulichtblende am Objektiv entfernen. Diese dient ja im Normalfall dazu, Flares und Blendenflecken zu minimieren. Jedoch wollte ich ganz bewusst den sehr kontrastarmen Look erzeugen, daher weg mit der Streulichtblende. ;)

So genug Technik, hier nun die kleine Fashion Story! Heute Abend gibts dann wieder Post von Remo und wieder etwas mit Blitzlicht. Mehr verrate ich noch nicht. ;)

Safari Switzerland – Spontantrip in den Zoo

Da wir den Blog auch für kleine spontane Einblicke in unser fotografisches Leben und Erleben nutzen wollen, möchte ich euch ein paar Fotos von meinem spontanen Trip in den Basler Zoo nicht vorenthalten. Die Wintertage machen einen Zoobesuch für Fotografen immer sehr interessant, da es nicht so von Besuchern wimmelt und man meist freies “Schussfeld” hat. Die Tiere die Schnee und Kälte lieben sind aktiver und des Öfteren draussen anzutreffen, was viele Sommer-Besucher wohl nie zu Gesicht bekommen.

Viele zoologische Gärten haben auch spezielle Winter-Attraktionen wie Spaziergang mit den Pinguinen auf Schnee oder Ähnliches, einfach mal im Web informieren. Um vielleicht ein paar Details zum Bild los zu werden: Benutzt wurde hier eine Spotmessung auf dem zentralen Fokusfeld, was zu der starken Vignettierung des Bildes führte und das Objekt markanter hervor hebt. Aufgenommen mit F/4 bei 1/160 und 280mm.

Ebenfalls von Vorteil ist dass die im Sommer eher am Schatten oder sogar drinnen versteckten Tiere sich mehr bewegen um nicht der Kälte ausgesetzt zu sein. Dies führt früher oder später dazu, dass man auch mal näher an ein Tier heran kommt als gewöhnlich und Augenblicke aus ungewöhnlichen Perspektiven festhalten kann.

Natürlich ist auch hier die Frage der Geduld ausschlaggebend für gute Fotos, wie dies eigentlich bei allen Tieraufnahmen der Fall ist. Zugegeben, es ist manchmal schwer die Nerven zu behalten wenn mal wieder ein Kind mitten durchs Bild rennt wenn man es am Wenigsten gebrauchen kann. Für meinen nächsten Zoobesuch möchte ich ein neue Erfahrungen mit unserer mobilen Blitzanlage Ranger Quadra sammeln und ein paar Leute mitnehmen die mir den Rücken von kleinen Kindern freihalten ;-) Ich denke man könnte aus folgendem Bild noch einiges rausholen wenn man richtig Belichten und die Verschlusszeit entsprechend klein halten könnte.

Bis auf ein Neues und eventuell trifft man sich mal auf einen gemeinsamen Ausflug in einen Tierpark!