Geld ist nicht immer alles..

Wer von euch hat gestern Abend Germany’s next Topmodel geschaut und weiss noch was für Musik lief als Boris Entrup die Mädels geschminkt hat? Hier kann man das nochmals anschauen/hören, die Szene ist ca. in Minute 60 der Show.

GntM Folge 14

Der Track der da lief heisst No Superstar und stammt von dem Schweizer House DJ Remady. Zu finden ist der Track übrigens auch auf dem GntM Soundtrack…

So aber wieso erzählt ich euch das? Ganz einfach, schaut mal das Bild hier von mir an:

Und wer es jetzt noch nicht gemerkt hat, das auf dem Foto ist DJ Remady. ;) Also was soll das ganze..

Ende 2008 bekam ich den Auftrag Promotion Fotos für einen aufstrebenden House DJ aus der Schweiz zu machen. Eben DJ Remady.  Die Arbeit mit Musikern und Bands ist dabei immer sehr interessant und spassig. Trotzdem ist es ein Bereich der Auftragsfotografie die extrem schwer zu kalkulieren ist. Es gibt zu viele Faktoren, welche den Preis für so ein Shooting verändern. Einfach seinen Tagessatz oder Stundensatz verrechnen geht da eigentlich nie. Ist es eine Newscomer Band, wie erfolgreich ist der Musiker bereits, wie gross ist das Label das ihn vermarktet, bezahlt das Label die Fotos oder der Musiker/die Band etc etc. Ihr sehr, dutzende Faktoren die den Preis nach oben oder unten drücken können.

Im Endeffekt führt es dann immer dazu, dass man sich als Fotograf unter Wert verkauft. Hand aufs Herz, tut man das wirklich? Nein, selbst wenn man so einen Shoot mal fast für umsonst macht weil man die Musik der Band persönlich mag. Promobilder sind nämlich auch immense Werbung für den Fotografen. Die Promobilder einer Band findet man nämlich später in Musikmagazinen, Tageszeitungen, Konzertflyern/Plakaten, Webzines etc. wieder. Zwar wird man als Fotograf oftmals nicht erwähnt, trotzdem kann man solche Publikationen in die eigene Liste mit aufnehmen.

Was aber viel wichtiger ist, man darf die Bilder ja auch selber verwenden. Z.B. für das eigene online Portfolio, Facebook, MySpace, Fotocommunity oder eben für den Blogbeitrag hier. Je erfolgreicher der Künstler ist, respektive wird, desto interessanter werden die Bilder auch für mich als Fotograf. Hier geht es also um Prestige.. Fragt euch nämlich mal an welchen Bildern grosse Fotografen in der Öffentlichkeit gemessen werden. In den seltensten Fällen an gewinnbringenden Katalogproduktionen oder tollen Hochzeitsreportagen von Normalsterblichen. Viel wichtiger ist, wer (und das mein ich im Sinne vom Promi-Status) stand bereits vor der Linse des Fotografen. Diese Bilder sind es, die man doch möglichst prominent in seinem Portfolio platziert, damit sie von potenziellen Kunden auch direkt gesehen werden und dieser dann sag:  ”boah von dem Fotografen möchte ich meine Hochzeit dokumentiert haben!”

Aus genau diesen obigen Gründen werde ich DJ Remady nächste Woche erneut fotografieren. Diesmal ein paar aktuelle Portraits sowie Konzertbilder seines Showcases im Züricher Club Kaufleuten nächsten Samstag. Und auch diesmal steht der finanzielle Aspekt nicht im Vordergrund, sondern Bilder eines Musikers der in den europäischen Dance Charts aktuell in den Top10 ordentlich mitmischt.

Was ist also die Aussage dieses Posts? Prestigeträchtige Bilder fürs eigene Portfolio sind genauso wichtig wie finanziell interessante Jobs und sollten daher nicht unterschätzt werden! Ich für meinen Teil hab letzte Jahr noch die Schweizer Band Spencer fotografiert. Die Bilder waren dann über Wochen in allen möglichen Zeitungen zu finden. Letzten Sonntag hab ich eine junge MetalCore Band fotografiert. Auch hier war es nicht das Geld ausschlaggebend, sondern  ihre Pre-Listening Songs die mir sehr gut gefallen haben und das ich einiges an Potenzial in der Band sehe. Somit also für mich wieder einen aufstrebenden Namen mehr im Portfolio.

Spencer - Schweizer Indie/Brit Rock

Silent Circus - Aufstrebende MetalCore Band

Bildaufbau für Portraits – Die Drittel Regel

Heute möchte ich mal auf ein allgemeineres Thema zu sprechen kommen. Und zwar der Bildaufbau bei Portraits. Man hört da ja immer wieder Begriffe wie Goldener Schnitt oder Drittel-Regel. Aber um was geht es dabei?

Im Prinzip ist der goldene Schnitt erstmal eine mathematische Herleitung, welche die Aufteilung einer Strecke in einem Verhältnis definiert. Sind nun die Proportionen eines Bauwerks oder die Bildaufteilung eines Gemäldes in diesem Verhältnis, so werden wir es als besonders harmonisch wahrnehmen. Das spannende daran ist, diese Aufteilung findet man eben auch an vielen Orten in der Natur. So sind z.B. Blütenstände verschiedener Pflanzen im goldenen Schnitt aufgebaut. Wer sich für die Theorie hinter der ganzen Mathematik interessiert, liest sich einfach mal den Eintrag auf Wikipedia dazu durch. ;)

Was heisst dies jedoch für uns Fotografen? Angelehnt an die ideale Proportion benutzt man in der Fotografie die Drittel-Regel. Teilen wir ein Bild gedanklich horizontal und vertikal in drei Teile, so entstehen dabei 9 kleine Rechtecke. Ich hab euch das hier mal aufgezeichnet und zusätzlich in blau die jeweiligen Mittellinien eingezeichnet.

Klassisch gilt dabei, das man den Bildinhalt auf 1/3 zu 2/3 verteilen soll. Bei einem Landschaftsfoto hiesse dies zum Beispiel das wir einen Drittel Landschaft und zwei Drittel Himmel haben. Allerdings können wir diese Regel auch für die Portraitfotografie anwenden. Denn auch hier wird der Betrachter ein Bild, welches nach dieser Regel aufgeteilt ist, als harmonisch empfinden. Dazu auch gleich ein kleines Beispiel:

Zur besseren Darstellung hab ich das Raster, das wir eben kennengelernt haben, rechts über das Bild gelegt. Sehr schön zu sehen ist, das Kopf und Hals die oberen zwei Drittel des Bildes ausfüllen und der Oberkörper mit dem schwarzen Pulli das untere Drittel. Damit hätten wir schonmal die grundlegende Bildaufteilung. Zusätzlich hab ich das linke Auge auf der Mittellinie platziert. Der dadurch entstandene Anschnitt des Kopfes erzeugt eine zusätzliche Spannung im Bild.

Gerade bei Close-Up Portraits sollte den Augen (sie sind schliesslich die Seele unseres Gesichts) besondere Beachtung geschenkt werden. Eine zusätzliche Ausrichtung an der Mittellinie (bei Hochformat) erzeugt eine schöne Harmonie und bringt die Augen ins Zentrum des Bildes. Wenn wir nun die Nase auf die Mittellinie gelegt hätten, würden die Augen im obigen Beispiel ziemlich exakt auf den beiden vertikalen Teilungslinien liegen. Auch dies würde die Augen wieder in den Mittelpunkt rücken.

Um das noch an einem anderen Bild zu zeigen, hab ich hier noch ein Portrait im Querformat.

Wenn wir uns dieses Bild mal genauer anschauen, haben wir einen ziemlich dunklen Hintergrund auf dem unser Model recht hell heraussticht. Jetzt legen wir einfach wieder unser Raster über das Bild:

Wir haben wieder eine Aufteilung in die Bilddrittel. Zum einen direkt beim Hintergrund. Der Boden im unteren Drittel und die Wand nimmt die oberen zwei Bilddrittel in beschlag. Schauen wir uns nun die Platzierung des Models im Bild an. Typisch für Portraits im Querformat ist, dass die Hauptachse der abgebildeten Person (Gesicht) auf einer der vertikalen Teilungslinien liegt. Beim obigen Beispiel, füllt die Gitarre zusätzlich sehr schön noch zweidrittel der Bildbreite aus.

Also fassen wir zusammen:

  • Bilder nicht mittig aufbauen (wirkt langweilig und statisch) sondern in Drittel aufteilen
  • Close-Up’s im Hochformat, Auge oder Nase auf der Bildmitte sorgt für eine harmonische Aufteilung
  • Portraits im Querformat, zentrale Achse (meist Gesicht) auf eine der Teilungslinien platzieren
  • Zentrale Bildelemente die in eines der äusseren “Neuntel” platziert werden, sorgen für zusätzliche Spannung
  • Bei Outdoorbildern auch den Hintergrund beachten und gegebenenfalls dritteln

Schaut euch doch mal eure eigenen Bilder genauer an. Oftmals macht man solch eine Bildaufteilung bereits unbewusst, da man diese eben als harmonisch empfindet. Allerdings möchte ich auch sagen, dass die Drittel-Regel grundsätzlich als Faustregel zu verstehen ist. Bewusstes Anschneiden oder missachten dieser klassischen Bildaufteilung vermag Portraits eine ganz besondere Spannung verleihen.

Spiegelungen einer Person im Studio

Oft trifft man im Internet per Photoshop bearbeitete Bilder mit künstlichen Spiegelungen an. Das Problem bei Computer generierten Spiegelungen ist, das sie nicht der Wirklichkeit entsprechen(können). Denn eine physikalische Spiegelung enthält oft Bildteile, welche bei der per Computer generierten Variante komplett fehlen. Angenommen das Model liegt auf dem Rücken, macht ein Hohlkreuz und verdeckt ihr wunderbares Tattoo. Mit einer physikalischen Spiegelung sieht man dieses Tattoo teilweise, bei der gefakten Spiegelung fehlt dies jedoch. Bei folgendem Bild kann man in der Spiegelung die Unterseite der High Heels entdecken, die man im “richtigen” Bild nicht sieht.

Dabei können bereits im Studio durchgeführte Spiegelungen so einfach umzusetzen sein. Man braucht dafür nur eine geeignete Plexiglass-Scheibe welche man in jedem üblichen Baumarkt beziehen kann. Kostenpunkt um die 125.- sFr für 1m x 2m. Geschickt angewandt reicht eine solche Platte aus um eine komplette Person zu spiegeln. Je nach Blickwinkel und Position kann man die Stärke bzw. die Verzerrung des Spiegelbildes auch noch beeinflussen.

Mittels Stärke und Ausrichtung des Blitzlichtes kann man auch einen schönen Verlauf der Spiegelung provozieren. Beim obigen Foto wurden drei Blitze verwendet. Einer von jeder Seite mit grossen Softboxen um ein weiches Licht zu erhalten, und eine für die Ausleuchtung im Hintergrund. Die Kamera hat das Bild frontal von leicht oben herab fotografiert. Die Position des Fotografen spielt natürlich auch eine erhebliche Rolle, denn geht man näher sieht man mehr von der Spiegelung und umgekehrt. Nach ein paar Einstellbildern hat man die gewünschte Position herausgefunden und kann loslegen.

Das Ganze ist natürlich auch mit liegenden Posen machbar wie folgendes Bild veranschaulicht.

Damit ihr euch vorstellen könnt wie das Ganze am Set ausgesehen hat habe ich ein stark unterbelichtetes Bild hinzugefügt auf dem man die Plexiglasplatte gut sieht. Fotografiert man diese Einstellung korrekt belichtet ist die Platte kaum mehr auszumachen und mittels kleiner Photoshop Aktion innert Kürze verschwunden.

Ich hoffe ich konnte euch ein Wenig inspirieren und erläutern warum und wie es im Studio zu realeren Bildern kommt als am Computer. Viel Spass beim austoben! :-)

Funk oder Funk, das ist hier die Frage ..

Jeder der mit einem oder mehreren Aufsteckblitzen arbeitet, wird sich früher oder später die Frage stellen wie er mit diesen zuverlässig entfesselt blitzen kann. Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten einen Systemblitz “off-camera” auszulösen.

E-TTL Kabel von Canon

Da wäre z.B. das gute alte Synchronkabel. Gibts von Hama in jedem grossen MediaMarkt und drückt auch nicht auf den Geldbeutel. Wer gerne E-TTL benutzen möchte, für den gibt es auch entsprechende E-TTL Kabel. Etwas teurer, dafür steht einem die volle Blitzautomatik zur Verfügung. Der gravierende Nachteil an Kabelsystemen ist jedoch, das Kabel selbst. Es ist Stolperfalle, begrenzt die Reichweite und limitiert die Anzahl Blitze die gleichzeitig ausgelöst werden können auf einen einzigen. Wer Lichtsetups mit mehr als einem Aufsteckblitz aufbauen möchte, benötigt jedoch ein System mit dem es möglich ist zwei und mehr Blitze auszulösen.

Kamerahersteller liefern dazu direkt auch eine Möglichkeit. Mittels optischer Signale können Kamera und Aufsteckblitze miteinander kommunizieren. Mit diesem System lassen sich nicht nur mehrere Blitze gleichzeitig auslösen, sondern es werden direkt auch E-TTL Signale übermittelt. Somit steht einem die Möglichkeit offen per Blitzautomatik oder manuell zu arbeiten. So schön das ganze auch tönt, auch hier gibt es einen Nachteil, der in der Praxis überaus unberechenbar ist. Kamera und Aufsteckblitze brauchen direkten Sichtkontakt, damit die Signalübertragung  auch zuverlässig funktioniert. An sonnigen Tagen kann das System selbst bei Sichtkontakt versagen.

Um einen oder mehrere Systemblitze zuverlässig “off-camera” auslösen zu können, benötigen wir also ein System das keine Kabel hat und ohne Sichtkontakt auskommt. Und wie der Titel schon sagt, das Zauberwort heisst Funk. Mittels Funk-Trigger ist es möglich über grosse Distanzen (200m und mehr), sowie um Ecken und hinter verschlossenen Türen unsere Aufsteckblitze zuverlässig auszulösen. An dieser Stelle möchte ich euch gerne drei Funksystem vorstellen mit denen ich gearbeitet habe, respektive aktuell mit ihnen Arbeite.

Pocket Wizard (MiniTT1 & FlexTT5)

FlexTT5 Trigger

Den Anfang mach ich doch gleich mit dem teuerstem System das ich vorstellen möchte. Die Firma Pocket Wizard gehört zu den Markführern, wenn es darum geht alles mögliche per Funk auszulösen. Sei es Studioblitze, Systemblitze oder Kameras. Ihre Trigger gehören zum Profiwerkzeug, sind 120% zuverlässig und extrem robust auch im harten Fotografen Alltag. Bisher hatte dieses System jedoch einen gravierenden Nachteil, es konnte lediglich Auslösen. Eine Übertragung der E-TTL Blitzautomatik war nicht möglich. Somit musste man als Fotograf zwangsläufig die Blitzleistung der Aufsteckblitze manuell einstellen. Das neue Flagschiff die TT1 und TT5 Trigger, bieten als erstes System auf dem Markt, seit Frühjahr 2009, volle E-TTL Funktionalität via Funk. Dies beinhaltet Master/Slave blitzen mit Slavegruppen und Ratios, sowie weitere Funktionen wie automatisches umschalten auf Hispeed Synchronisation oder Blitzen auf den 2. Verschlussovorhang, wenn man eine vorgegebene Belichtungszeit unterschreitet. Dieses System ist also das non-plus-ultra was man sich überhaupt zulegen kann. All diese tollen Funktionen haben jedoch auch ihren Preis. Ein Set aus Sender und Empfänger kostet in der Schweiz rund 500 CHF.. Ich nutze die Pocket Wizard Trigger seit September und bin sehr zufrieden. Robust, viele Funktionen (die man via Software und USB konfigurieren kann/muss) und für meinen Alltag ein gutes Werkzeug. Ich werde in einem der nächsten Blogbeiträge genauer auf die diversen Funktionen dieser Funktrigger eingehen. Was jedoch jetzt noch erwähnt werden sollte, die E-TTL Funktionalität ist Systemabhängig. Im Moment gibt es ausschliesslich Trigger für Canon Kameras. Nikon’s CLS System wird wohl ab Frühjahr 2010 unterstützt.

Elinchrom Skyport

Das zweite System das ich kurz beschreiben möchte, stammt von der Firma Elinchrom. Eigentlich ein Hersteller von Studioblitztechnik und genau für diese wurde das Skyport System entwickelt. Eine feine Sache, da man via der Funktrigger Leistung und Einstelllicht der Blitzköpfe steuern kann. Mittels entsprechender Kabel, können die Trigger aber auch an Systemblitze angeschlossen werden und diese Auslösen. Das Skyport System funktioniert dabei sehr zuverlässig auch über grosse Distanzen und ist in der Lage bis zu einer Verschlusszeit von 1/1000s Kamera und Blitz zu synchronisieren (solange dies von der Kamera her im Synchronzeit-Bereich liegt). Die Steuerung der Systemblitze (Leistung) muss jedoch manuell vorgenommen werden. E-TTL Blitzen wird mit diesem System nicht unterstützt. Im Alltag hat dieses System nur einen einzigen Haken. Der Empfänger wird mit einem fest verbautem Lithiumakku betrieben. Einmal geladen, kann man viele viele Stunden damit arbeiten. Vergisst man ihn jedoch dann aufzuladen, hat man an der Fotolocation keine Möglichkeit Akkus oder Batterien zu wechseln. Preislich liegt ein Set aus Sender und Empfänger inkl. Anschlusskabel an einen Aufsteckblitz bei ca. 240 CHF. Ich nutze das Skyport System derzeit in Kombination mit dem Elinchrom Ranger Quadra, einer mobilen Akkublitzanlage, welche den Empfänger direkt im Generator eingebaut hat.

Yongnuo Funktrigger

Yongnuo RF602 Set

Eine interessante Entdeckung hab ich vor ein paar Wochen gemacht. Die chinesische Firma Yongnuo bietet ein überaus einfaches und günstiges System an Funktriggern für Systemblitze an. Das RF-602 Funkset beinhaltet einen Sender & Empfänger sowie entsprechende Kabel um mit den Triggern Studioblitze oder eine Kamera auslösen zu können. Kosten tut der Spass rund 30€ für ein Set aus Sender und Empfänger. Für den Preis dachte ich mir, kauf doch einfach mal ein paar von den Teilen und schau sie dir an. Kurz nach Weihnachten kam dann auch schon das Päckchen mit einem Sender und 3 Empfängern. Auch dieses System verfügt über keine E-TTL Unterstützung, dafür werden die Blitze via Blitzschuh bequem auf den Empfänger aufgesteckt. Sender und Empfänger arbeiten mit CR2 respektive AAA Batterien und sind via Kabelanschlüsse auch in der Lage Studioblitze oder wie bereits gesagt auch eine Kamera auszulösen. Die Verarbeitung erscheint dabei für ein asiatisches Billigprodukt ziemlich robust. Laut Hersteller sollen die Teile bis 1/250s zuverlässig synchronisieren können. Ein erster Test mit unseren Elinchrom Studioblitzen hat bis 1/200s problemlos funktioniert. Im Vergleich zu den Triggern von Pocket Wizard muss man definitiv einige Einschränkungen machen (kein E-TTL, “nur” 100m Reichweite, Blitzschuh ohne Arretierungsschraube, Blitze können nicht aus Standby geweckt werden, Einschaltknopf wird durch aufgesteckten Blitz verdeckt), aber eins tun sie auf jeden Fall, zuverlässig Auslösen. Im Studio hatte ich keine einzige Fehlzündung und das für gerade mal 1/10 des Preises der Pocket Wizard Trigger. Mein erstes Fazit, ein tolles und vorallem extrem günstiges System, dass sich jeder der entfesselt blitzen möchte, unbedingt genauer anschauen sollte!

Bestellen kann man die Trigger via folgendem Shop in Deutschland http://www.8df.de/fotozubehoer/index.php

Abschliessend möchte ich euch noch einen kleinen Blick in mein “Funk-Köfferchen” gewähren. Da die guten Pocket Wizards ihren Preis haben, werden sie auch entsprechend transportiert. ;) Die Yongnuo Trigger reisen dagegen direkt im Fotorucksack mit..

Safari Switzerland – Spontantrip in den Zoo

Da wir den Blog auch für kleine spontane Einblicke in unser fotografisches Leben und Erleben nutzen wollen, möchte ich euch ein paar Fotos von meinem spontanen Trip in den Basler Zoo nicht vorenthalten. Die Wintertage machen einen Zoobesuch für Fotografen immer sehr interessant, da es nicht so von Besuchern wimmelt und man meist freies “Schussfeld” hat. Die Tiere die Schnee und Kälte lieben sind aktiver und des Öfteren draussen anzutreffen, was viele Sommer-Besucher wohl nie zu Gesicht bekommen.

Viele zoologische Gärten haben auch spezielle Winter-Attraktionen wie Spaziergang mit den Pinguinen auf Schnee oder Ähnliches, einfach mal im Web informieren. Um vielleicht ein paar Details zum Bild los zu werden: Benutzt wurde hier eine Spotmessung auf dem zentralen Fokusfeld, was zu der starken Vignettierung des Bildes führte und das Objekt markanter hervor hebt. Aufgenommen mit F/4 bei 1/160 und 280mm.

Ebenfalls von Vorteil ist dass die im Sommer eher am Schatten oder sogar drinnen versteckten Tiere sich mehr bewegen um nicht der Kälte ausgesetzt zu sein. Dies führt früher oder später dazu, dass man auch mal näher an ein Tier heran kommt als gewöhnlich und Augenblicke aus ungewöhnlichen Perspektiven festhalten kann.

Natürlich ist auch hier die Frage der Geduld ausschlaggebend für gute Fotos, wie dies eigentlich bei allen Tieraufnahmen der Fall ist. Zugegeben, es ist manchmal schwer die Nerven zu behalten wenn mal wieder ein Kind mitten durchs Bild rennt wenn man es am Wenigsten gebrauchen kann. Für meinen nächsten Zoobesuch möchte ich ein neue Erfahrungen mit unserer mobilen Blitzanlage Ranger Quadra sammeln und ein paar Leute mitnehmen die mir den Rücken von kleinen Kindern freihalten ;-) Ich denke man könnte aus folgendem Bild noch einiges rausholen wenn man richtig Belichten und die Verschlusszeit entsprechend klein halten könnte.

Bis auf ein Neues und eventuell trifft man sich mal auf einen gemeinsamen Ausflug in einen Tierpark!

Hohlkehle Eigenbau

So, nachdem bereits mehrere Blog Einträge zur Fotografie und Tools erstellt wurden ist es nun mal an der Zeit ein wenig hinter die Kulissen zu schauen, und zu zeigen was man denn für tolle Fotos sonst noch so braucht. Die letzten beiden Jahre haben wir im eigenen Fotostudio meist auf Hintergrundkarton fotografiert. Es ist jedoch die Zeit gekommen eine fest installierte Hohlkehle zu haben.

Dieses Ziel vor Augen haben wir uns schlau gemacht was es denn für Alternativen zu professionellen Hohlkehlen gibt, welche ne gute Stange Geld kosten. Wir haben uns im Ausschlussverfahren gegen Gips und Holz entschieden, dies aus Kosten- und Stabilitätsgründen. Entschieden haben wir uns für eine Variante mit einfachen 0.5mm dicken Stahlblechen, welche gebogen an Wand und Boden festgeschraubt wurden:

Hohlkehle1

Dies ist ziemlich einfach zu bewerkstelligen. Die super kleinen Spalten zwischen den Blechen haben wir mit elastischem Klebeband abgedeckt. Nach ein paar weiteren Blechen sah das Ganze dann folgendermassen aus. Ich denke ihr sehr wohin das dies führt:

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Ein paar Farbanstriche später sieht man beinahe mit blossem Auge keinen Unterschied mehr, die paar Unebenheiten lassen sich super einfach wegblitzen.


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Daher habe ich euch auch gleich ein Foto ab Raw (also keine Bearbeitung) mitgeliefert um euch von dem tollen 255/255/255 überzeugen zu können. Natürlich ist da nur 255 bis zur Reflektion am Boden ;-)

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Es muss also nicht immer das Feinste vom Feinen sein, oft reicht ein wenig Eigeninitiative und ein kleines Budget sehr gut aus um kreativ zu werden. Kosten für das Rohmaterial: Bleche, Schrauben etc: 150 CHF, die Farbe war dann lustigerweise teurer mit ca. 200 CHF. Alles in allem kann man so ziemlich viel Papier sparen und sich dank Reflektionen am Boden noch kreativer austoben als vorher.

Ich hoffe unsere Mietkunden des Studio CORESTRA nutzen das neue Angebot, erstes positives Feedback haben wir bereits erhalten..

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