[Buchtipp] Kreative Fotopraxis

„Dieses Buch ist für alle, die den Mut haben, an ihre Träume zu glauben, mit dem Herzen zu fotografieren und neue Wege zu gehen, um Spuren zu hinterlassen.“

Ich glaube schöner kann kein Lehrbuch beginnen!

Kurz vor Weihnachten bekam ich das Buch „Kreative Fotopraxis“ vom Galileo Verlag zugesandt. Robert Mertens schreibt hier von seinen Tipps zum „bewusst sehen und außergewöhnlich fototgrafieren“.
Das erste was mir positiv ins Auge gefallen war, ist die Tatsache, dass es sich nicht um ein typisches Lehrbuch handelt. Keine unnötigen Kapitel über Kamerabedienung oder Technik. Das Buch „kreative Fotopraxis“ richtet sich vor allem an Fotografen, die die Grundlegenden technischen Details schon kennen. Es richtet sich an ambitionierte Fotografen, die die ersten erfolgreichen Schritte schon hinter sich haben, und sich kreativ weiterentwickeln wollen. Dabei gefällt mir vor allem sehr gut, dass es kein Buch ist, was man von Anfang bis Ende lesen muss. Robert Mertens empfiehlt bewußt, dass gerade „das springen zwischen den einzelnen Themen“ die kreativen Möglichkeiten beim Querdenken erweitert und schult. Zusätzlich gibt es zu jedem der angesprochenen Themen am Seitenanfang Querverweise unter der Rubrik „querbelichtet“, die auf weitere Themen verweisen, die einen Bezug zum eigentlichen Thema haben. Robert Mertens zeigt in seinem Buch Möglichkeiten und Übungen auf, sich kreativ zu schulen, Grenzen aufzubrechen und neue Wege zu gehen! Dabei zeigt er Wege auf, um mit dem Einsatz kreativer Techniken und seinen Übungen eigene Ideen zu entwickeln. Und das schöne daran, diese Techniken und Übungen kann man nicht nur auf die Fotografie anwenden. Aller Bereiche in denen man kreativ tätig ist profitieren davon.

Mein Fazit zu dem Buch:

Es eröffnet neue Sichtweisen bei eingetretenen Pfaden.
Dieses Buch schafft es, dass man es öfters in die Hand nimmt und einfach darin blättert und an Themen hängen bleibt, die einem gerade ins Auge springen. Es macht Lust unkonventionelle Dinge zu probieren und sich kreativ auszutoben. Es animiert einen dazu, sich an Fotothemen zu wagen, die man bisweilen wahrscheinlich nicht mal gesehen hat. Und dabei schafft dieses Buch mit Sicherheit das, was viele andere Lehrbücher nicht schaffen. Es verstaubt nicht im Regal, sondern man nimmt sich ab und an diese Buch raus, blättert darin und staunt wie kreativ doch manchmal die einfachsten Dinge sind – wenn man sie sieht! Robert Mertens schreibt z.B. das man für eine Idee brennen muß, um sie zu 100% zu realisieren. Und meiner Meinung nach tat er das auch bei diesem Buch. In so vielen kleinen Praxisbeispielen gibt er Tipps wie man sich kreativ weiter entwickelt. Egal ob es einfache Tipps sind wie die Augen auf zu machen und lernen mehr zu beobachten oder auch mal nach einer gewissen Zeit wieder durch sein Photoarchiv zu blättern. Er  beschreibt auch seinen Weg zur Ideen Findung. Wie man am bestern vorgeht um Bildthemen im Vorfeld schon kreativ anzugehen. Mit diesen ganzen Tipps ist dieses Buch eine riesengroße Empfehlung, wenn man auf der Suche nach einem etwas anderen Lehrbuch ist.

Und bestellen kann man das ganze hier: Amazon
Und Roberts Webseite Querbelichtet findet man hier: http://www.querbelichtet.de

[Setup] Einfaches Beauty Setup

Letztens im Studio wurde ich gefragt, warum ich einen Blitz so nah vor die Wand steht und warum ich mein Lichtsetup so aufbaue, wie es gerade dort stand… Das hab ich mir zum Anlass genommen das dort aufgebaute Lichtsetup etwas ausführlicher zu beschreiben und einige Beispielbilder dazu zu zeigen. Hier erstmal das Ergebnis.

Das fertige Bild dazu ist an dem Workshopwochenende zusammen mit Cornelius Fischer in der Schweiz entstanden. Model war Mel und geschminkt wurde das ganze von Sara Woodtli. Aber das nur am Rande.

Was haben wir hier gemacht…

Nun wir haben eine große Hensel Octabox seitlich neben das Model gestellt. So groß, dass die Seite aber auch noch das Gesicht von vorne schön weich ausgeleuchtet wurde. Damit die andere Gesichtshälfte hierbei nicht zu dunkel wird, haben wir das ganze von der linken Seite mit einem großen Reflektor aufgehellt… Also eigentlich ein ganz einfaches Lichtsetup. Zusätzlich wollen wir noch den Hintergrund vignettieren. Nicht in Photoshop, sondern direkt bei der Aufnahme. Dazu haben wir einen Hensel Blitz auf einem Bodenstativ direkt hinter das Model gestellt und mit einer Wabe versehen, damit der Spot nicht zu groß wird. Durch den Abstand zwischen Blitz und Wand kann ich nun den Spot und die Vignette steuern. Je näher an die Wand, desto kleiner der Spot, je weiter weg desto größer der Spot und umso kleiner die Vignette. Dadurch kann ich die Vignettierung in dem Bild sehr fein steuern.
Zustäzlich kann ich aber auch mit dem Aufheller der auf der linken Seite steht die Ausleuchtung des Gesichts sehr feinfühlig steuern. Wenn ich den Aufheller ganz weglasse, habe ich schöne konturierte Schatten im Gesicht und mit dem Aufheller kann ich diese fast ganz aufhellen. Dadurch ist es mir möglich mit wenig Aufwand die Lichtsetzung im Gesicht sehr zu variieren. Dazu hab ich mal 2 Beispielbilder eingestellt. Einmal mit Aufheller (Rechts) und einmal ohne Aufheller (Links).


Einzigster Haken an diesem Lichtsetup…. ich muss sehr genau darauf achten, wie ich mit der Kamera zu meinem Model stehe. Ich muß genau in einer Achse mit dem Model und meinem Hintergrund Blitz stehen. Kleine Abweichungen dazu bewirken, das der Spot und die Vignette nach Links oder Rechts verschoben wird. Ansonsten habe ich damit ein sehr einfaches aber effektives und schönes Lichtsetup, was ohne großen Aufwand aufgebaut ist.

Zum Schluss nochmal alle Bilder dazu und noch ein weiteres Beispielbild.

In dem Zusammenhang möchte ich auch nochmal an unsere Workshops im Februar erinnern: Klick