So, nachdem bereits mehrere Blog Einträge zur Fotografie und Tools erstellt wurden ist es nun mal an der Zeit ein wenig hinter die Kulissen zu schauen, und zu zeigen was man denn für tolle Fotos sonst noch so braucht. Die letzten beiden Jahre haben wir im eigenen Fotostudio meist auf Hintergrundkarton fotografiert. Es ist jedoch die Zeit gekommen eine fest installierte Hohlkehle zu haben.
Dieses Ziel vor Augen haben wir uns schlau gemacht was es denn für Alternativen zu professionellen Hohlkehlen gibt, welche ne gute Stange Geld kosten. Wir haben uns im Ausschlussverfahren gegen Gips und Holz entschieden, dies aus Kosten- und Stabilitätsgründen. Entschieden haben wir uns für eine Variante mit einfachen 0.5mm dicken Stahlblechen, welche gebogen an Wand und Boden festgeschraubt wurden:
Dies ist ziemlich einfach zu bewerkstelligen. Die super kleinen Spalten zwischen den Blechen haben wir mit elastischem Klebeband abgedeckt. Nach ein paar weiteren Blechen sah das Ganze dann folgendermassen aus. Ich denke ihr sehr wohin das dies führt:
Ein paar Farbanstriche später sieht man beinahe mit blossem Auge keinen Unterschied mehr, die paar Unebenheiten lassen sich super einfach wegblitzen.
Daher habe ich euch auch gleich ein Foto ab Raw (also keine Bearbeitung) mitgeliefert um euch von dem tollen 255/255/255 überzeugen zu können. Natürlich ist da nur 255 bis zur Reflektion am Boden ;-)
Es muss also nicht immer das Feinste vom Feinen sein, oft reicht ein wenig Eigeninitiative und ein kleines Budget sehr gut aus um kreativ zu werden. Kosten für das Rohmaterial: Bleche, Schrauben etc: 150 CHF, die Farbe war dann lustigerweise teurer mit ca. 200 CHF. Alles in allem kann man so ziemlich viel Papier sparen und sich dank Reflektionen am Boden noch kreativer austoben als vorher.
Ich hoffe unsere Mietkunden des Studio CORESTRA nutzen das neue Angebot, erstes positives Feedback haben wir bereits erhalten..
Hallo Remo
Super inspirativ, Dein Eintrag. Ich hatte früher mal ne Hohlkehle mit geschäumter Kehle gemacht, die Platten waren aber damals aus Faserplatten (wie Schrankrückwände) und entsprechend heikler. Ich nehme an Ihr habt eine Acryllackfarbe verwendet, damit ihr den Glanz erhalten habt? Kompliment! Guter Blog!
Keep On Shooting – Chrigel
Hoi Chrigel,
ja ist ne super sache mit dem metal, ziemlich robust. Wir jaben einfach ne Acrylfarbe genommen, etwa 6mal drüber gestrichen und nun passts ;-)
Gruess Remo
Hallo!
Ich habe eure DIY Hohlkehle entdeckt und finde das Prinzip prima! Wie stabil halten sich denn die Stahlbleche? Wenn jemand versehentlich mal raufsteigt, werden die dann schon eingedrückt? Was habt ihr für den Übergang an Wand und Boden verwendet?
Vielen dank & Schöne Grüße
Chris
Hi Chris,
die Dinger halten erstaunlich gut. Beulen etc. gibts sicher nicht so schnell. Wobei bei uns auch noch nie jemand voll draufgestanden ist. An der vorderen Kante ist eh noch Betonboden drunter, so dass da noch nicht so schnell etwas passiert. Verschraubt sich sie jeweils mit vier Schrauben pro Blech.. zwei am Boden, zwei an der Wand. Den Übergang haben wir nicht verspachtelt, lediglich weiss gestrichen. Wenn man den Hintergrund ausgraut hat man ein paar feine Streifen/Linien die man in der Kehle retuschieren muss. Das dürfte der Kompromiss dafür sein das diese Konstruktion extrem kostengünstig ist!
Hallöchen. Sehr coole Idee :) Überlege mir eine Anleitung zu steheln und solch eine Kehle in mein Atelier einzubauen.
Waren die Stahlbleche vorgebpgen oder entsteht die Biegung durch die Verschraubung? 0,5mm ist ja schon ziemlich stabil und fest…
Nochmals, coole Idee, weiter so !!
Die Stahlbleche waren nicht vorgebogen. Die Biegung kommt allein durch die Verschraubung. Das ganze ist echt kostengünstig und einfach zu montieren.
Wenn genug Platz vorhanden, nimm ruhig grössere Bleche als wir sie genommen haben.. der Winkel bei uns ist zwar okay, aber eine weichere Wölbung wäre sicher besser.