Safari Switzerland – Spontantrip in den Zoo

Da wir den Blog auch für kleine spontane Einblicke in unser fotografisches Leben und Erleben nutzen wollen, möchte ich euch ein paar Fotos von meinem spontanen Trip in den Basler Zoo nicht vorenthalten. Die Wintertage machen einen Zoobesuch für Fotografen immer sehr interessant, da es nicht so von Besuchern wimmelt und man meist freies “Schussfeld” hat. Die Tiere die Schnee und Kälte lieben sind aktiver und des Öfteren draussen anzutreffen, was viele Sommer-Besucher wohl nie zu Gesicht bekommen.

Viele zoologische Gärten haben auch spezielle Winter-Attraktionen wie Spaziergang mit den Pinguinen auf Schnee oder Ähnliches, einfach mal im Web informieren. Um vielleicht ein paar Details zum Bild los zu werden: Benutzt wurde hier eine Spotmessung auf dem zentralen Fokusfeld, was zu der starken Vignettierung des Bildes führte und das Objekt markanter hervor hebt. Aufgenommen mit F/4 bei 1/160 und 280mm.

Ebenfalls von Vorteil ist dass die im Sommer eher am Schatten oder sogar drinnen versteckten Tiere sich mehr bewegen um nicht der Kälte ausgesetzt zu sein. Dies führt früher oder später dazu, dass man auch mal näher an ein Tier heran kommt als gewöhnlich und Augenblicke aus ungewöhnlichen Perspektiven festhalten kann.

Natürlich ist auch hier die Frage der Geduld ausschlaggebend für gute Fotos, wie dies eigentlich bei allen Tieraufnahmen der Fall ist. Zugegeben, es ist manchmal schwer die Nerven zu behalten wenn mal wieder ein Kind mitten durchs Bild rennt wenn man es am Wenigsten gebrauchen kann. Für meinen nächsten Zoobesuch möchte ich ein neue Erfahrungen mit unserer mobilen Blitzanlage Ranger Quadra sammeln und ein paar Leute mitnehmen die mir den Rücken von kleinen Kindern freihalten ;-) Ich denke man könnte aus folgendem Bild noch einiges rausholen wenn man richtig Belichten und die Verschlusszeit entsprechend klein halten könnte.

Bis auf ein Neues und eventuell trifft man sich mal auf einen gemeinsamen Ausflug in einen Tierpark!

Hohlkehle Eigenbau

So, nachdem bereits mehrere Blog Einträge zur Fotografie und Tools erstellt wurden ist es nun mal an der Zeit ein wenig hinter die Kulissen zu schauen, und zu zeigen was man denn für tolle Fotos sonst noch so braucht. Die letzten beiden Jahre haben wir im eigenen Fotostudio meist auf Hintergrundkarton fotografiert. Es ist jedoch die Zeit gekommen eine fest installierte Hohlkehle zu haben.

Dieses Ziel vor Augen haben wir uns schlau gemacht was es denn für Alternativen zu professionellen Hohlkehlen gibt, welche ne gute Stange Geld kosten. Wir haben uns im Ausschlussverfahren gegen Gips und Holz entschieden, dies aus Kosten- und Stabilitätsgründen. Entschieden haben wir uns für eine Variante mit einfachen 0.5mm dicken Stahlblechen, welche gebogen an Wand und Boden festgeschraubt wurden:

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Dies ist ziemlich einfach zu bewerkstelligen. Die super kleinen Spalten zwischen den Blechen haben wir mit elastischem Klebeband abgedeckt. Nach ein paar weiteren Blechen sah das Ganze dann folgendermassen aus. Ich denke ihr sehr wohin das dies führt:

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Ein paar Farbanstriche später sieht man beinahe mit blossem Auge keinen Unterschied mehr, die paar Unebenheiten lassen sich super einfach wegblitzen.


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Daher habe ich euch auch gleich ein Foto ab Raw (also keine Bearbeitung) mitgeliefert um euch von dem tollen 255/255/255 überzeugen zu können. Natürlich ist da nur 255 bis zur Reflektion am Boden ;-)

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Es muss also nicht immer das Feinste vom Feinen sein, oft reicht ein wenig Eigeninitiative und ein kleines Budget sehr gut aus um kreativ zu werden. Kosten für das Rohmaterial: Bleche, Schrauben etc: 150 CHF, die Farbe war dann lustigerweise teurer mit ca. 200 CHF. Alles in allem kann man so ziemlich viel Papier sparen und sich dank Reflektionen am Boden noch kreativer austoben als vorher.

Ich hoffe unsere Mietkunden des Studio CORESTRA nutzen das neue Angebot, erstes positives Feedback haben wir bereits erhalten..

Honl Blitzadaptionen für Systemblitze

Honl Speed Tools

Honl Speed Tools

Mit unserem Blog wollen wir ja nicht nur zeigen wie wir arbeiten, sondern euch auch innovative Produkte zeigen, welche es in unsere Fototaschen gebracht haben und regelmässig bei uns im Einsatz stehen. Der amerikanische Fotograf David Honl hat mit seinem auf Klettband basierendem System für Systemblitzadaptionen, nicht nur ein ultraleichtes sondern vor allem auch kostengünstiges Produkt auf den Markt gebracht. Seine Lichtformer sind für den schnellen Einsatz wie z.B. bei Hochzeitsreportagen in meiner Tasche nicht mehr wegzudenken. Und das schöne daran, mit ca. 150$ kauft man sich bereits durch das komplette Sortiment und ist bestens ausgerüstet.

Neben unterschiedlichen grossen Snoots, finden sich auch Korrektur- und Effektfolien sowie Wabenvorsätze für Systemblitze im Sortiment. Zentrales Element der Honl Ausrüstungsreihe bildet das Speed Strap. Ein Klettband welches man bequem um den Schwenkkopf des Blitzes klettet. An diesem befestigt man dann die verschiedenen Adaptionen. Auch Kombinationen aus Korrekturfolie und anderen Adaptionen sind kein Problem. Dies ist z.B. sehr hilfreich um den Blitz an die Farbtemperatur von Kunstlicht anzupassen und gleichzeitig die Härte des Blitzlichts zu verändern.

Wann und wo kommen seine Adaptionen nun bei mir zum Einsatz? Die Korrekturfolien (CTO, CTB und Green) nutze ich z.B. unter Kunstlicht bei Reportagen und Konzerten bei denen ich entfesselt blitze. Hier dienen die Folien zum Anpassen der Farbtemperatur an das vorhandene Kunstlicht. Bei Outdoorshootings lassen sich z.B. mit den CTO Folien interessante Farbverschiebungen im Hintergrund erzeugen. Ich kombiniere die Korrekturfolien bei Peopleshootings unter anderem mit der Ezybox von Lasolite, Durchlicht- oder Reflexschirmen.

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Sehr interessant für Reportagen sind die Snoots. Diese kann man auch in geöffneter Form an den Blitzkopf kletten und erhält somit eine vergrösserte “Streuscheibe”. Als Resultat bekommt man ein sehr schönes Licht für Portraits. Gerade bei Reportagen ist dies interessant, da man eine weiche Ausleuchtung erhält die sich von den üblichen direkt geblitzten Fotos abheben.

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Wer also noch auf der Suche nach kleinen, leichten und günstigen Helfern ist, um sein Blitzlicht an diverse Aufnahmesituationen anzupassen, dem lege ich die Honl Photo Produkte wärmstens ans Herz. Erhältlich sind sie bequem via Webshop von David Honl.

www.honlphoto.com

Harter Alltag für Konzertfotografen – Ein Blick über den Tellerrand

15132096Diejenigen die mich kennen, wissen das ich seit rund 3 Jahren sehr aktiv im Bereich der Konzertfotografie unterwegs bin. Anfänglich für ein kleines Szenemagazin, zwischenzeitlich für eine kleinere Bildagentur und seit einem knappen Jahr primär für das Kulturmagazin imScheinwerfer, bei dem ich als Redaktionsmitglied den kompletten Konzertbereich inkl. jeglicher Akkreditierungen koordiniere. In der Zeit hab ich selber schon so alles möglich erlebt und auch einige (teilweise nicht sehr nette) Verträge unterschrieben. Dies jedoch immer mit dem Hintergedanken, dass diese rein rechtlich in der Schweiz eh kaum haltbar sind, wenns hart auf hart kommt.

Leider geht die Entwicklung in den letzten Jahren immer mehr dahin, dass Künstler eine volle Kontrolle ihrer öffentlichen Seite anstreben. Da gehört auch die Konzertfotografie dazu. Leider kommt es immer öfters vor das Künstler, respektive deren Management, in Knebelverträgen jegliche Bildrechte von den Fotografen verlangen um deren Bilder kostenlos für ihre eigenen Zwecke zu verwenden. Wer diese Verträge unterschreibt geht das Risiko ein, dass die Band das Bildmaterial in hochaufgelöster Form einfordert und damit T-Shirts, Booklets, Merchandise, Poster etc. gestaltet und vermarktet, ohne das der Fotograf einen entsprechende Gegenleistung erhält. Andere Managements wollen jegliches tagesaktuelle Bildmaterial zuerst prüfen und eine Freigabe erteilen bevor es gedruckt werden darf. Nur wie soll das funktionieren, wenn man als Fotograf für eine Tageszeitung fotografiert? Soll das Konzertreview 2 Wochen später erscheinen, wenn es niemanden mehr interessiert?

Aus aktuellem Anlass haben z.B. Fotografen und Presse das Konzert der deutschen Band Rammstein in Hamburg boykottiert. Die Hamburger Zeitung hat sogar anstatt einem Bild/Review, schlicht einen schwarzen Kasten abgedruckt.

-> Hamburger Fotografen boykottieren Rammstein Auftritt

Heute bin ich einmal mehr über einen Bericht eines amerikanischen Kollegen gestossen. Er hat auf seinem Blog den Mailverkehr den er mit dem Manager einer namenhaften amerikanischen Band hatte, publiziert. Was zunächst als schlechter Witz anmutet, stellt sich schlussendlich als ernst gemeinte Argumentation seitens des Management heraus.

-> Management madness

Nun was soll nun dieser Artikel..? Ich möchte damit einmal aufzeigen was sich als gefährliche Spirale  in den letzten Jahren entwickelt. Zum einen schreit die Musikindustrie über Diebstahl mit Musikdownloads, klaut aber auf der anderen Seite z.B. Fotografen ihre Bilder um diese vollumfänglich kommerziell nutzen zu können. Oder ist eine Band vielleicht bereit ein Konzert unter der Vorraussetzung zu spielen, dass der Veranstalter ihnen keine Gage bezahlt, den kompletten Gig aufzeichnet und anschliessend jegliche Vermarktungsrechte für die Audioaufnahmen erhält um mit diesen Geld zu verdienen? So in etwa verhält es sich, wenn eine Band Fotografen auffordert jegliche Bildrechte abzutreten nur damit diese einen Fotopass erhalten.

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Ich möchte an dieser Stelle aber auch einmal sagen dass es noch die andere Seite gibt. In den drei Jahren habe ich über 150 Bands fotografiert. Da gab es einige die mich anschliessend wegen der Bilder kontaktiert haben. Grundsätzlich gebe ich meine Bilder in Webgrösse gerne kostenlos an die Band für deren Websites weiter. Hochaufgelöstes Bildmaterial geb aber auch ich nicht ohne Gegenleistung raus. Ein schönes Beispiel wie man sich z.B. mit einer kleinen Band einigen kann ist z.B. der Tausch von Bildmaterial gegen CD’s (wenn man die als musikliebender Fotograf nicht eh schon im Regal hat). Auf diesem Weg haben es einige CD’s in mein Regal geschafft.

Ein Beispiel für gute Arbeit seitens eines Veranstalters hab ich erst in den letzten Wochen erlebt. Es ging wieder einmal um einen Absatz im Fotovertrag, der der Band jegliches Bildmaterial inkl. aller Nutzungsrechte ohne Entschädigung für den Fotografen zugesichert hätte. In dem Vertrag stand sogar noch eine Mailadresse an die man die Fotos schicken sollte. Hier hat schlussendlich der Veranstalter insistiert um diesen Artikel für das Konzert in der Schweiz streichen lassen. Das Management hat dies auch ohne widerrede getan.

Auch wenn die Konzertfotografie für den Fotografen mit viel Spass und spannenden Erlebnissen verbunden ist, es ist und bleibt trotzdem Arbeit (oder für einige Hobby), welche mit einem sehr grossen Zeitaufwand verbunden ist. Wer dies nicht respektiert, hat es auch nicht verdient haben mediale Aufmerksamkeit zu erhalten!

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PS: Die Bilder im Artikel dienen lediglich als Illustration ..

[Blitzsetup] Studioportrait mit 4 Blitzen

Letzten Samstag war ich mal wieder im Studio und hab mit meinem nächsten Workshopmodel einige Sets durchfotografiert. Nachdem ich nun die Bilder gesichtet und eine Auswahl bearbeitet habe, möchte ich euch nun gerne einen kleinen Einblick geben in das was wir am Samstag gemacht haben und was auch die Teilnehmer des Workshops am 24. Januar 2010 erwartet..

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Also was wurde hier gemacht. Wie der Titel schon sagt, es handelt sich um ein Setup mit vier Blitzen. Ziel war es, eine schöne weiche (aber noch nicht Beauty) Ausleuchtung zu erhalten. Streif- respektive Haarlichtern betonen dabei die Umrisse sowie die Haare und mittels eines kleinen Spots auf den Hintergrund entsteht eine Fokussierung auf das Model. Soweit die Beschreibung. ;) Das ganze sah im Setup wie folgt aus:

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Kamera

Canon 5D, EF 50mm f1.4

Blende 11

Belichtungszeit 1/125s


Einstellungen der Blitze

Hauptlicht -> f11

Steiflichter -> f13-14

Hintergrund -> f5.6-f8

Und so sah das dann im Studio aus. :)

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Um nun noch etwas mehr ins Detail zu gehen. Als Führungslicht kam ein 44cm Beauty Dish mit aufgezogenem Diffusor zum Einsatz, für die Streiflichter hab ich Standartreflektoren benutzt und als Spot einen Tubus. Die weissen Wände (Styroporwände) dienten zum absoften der Streiflichter. Durch das leicht seitliche Aufstellen des Führungslichtes bekommt man zusätzlich noch einen kleinen Helligkeitsverlauf auf dem Gesicht.

So vielmehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen.. daher gibts jetzt gleich nochmals zwei Bilder aus der Serie.

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Making of – Sedcard Shooting mit Model Luise

Nachdem die letzten Tage (ja schon fast Wochen) extrem stressig waren, kommt hier nun endlich wieder ein neuer Beitrag. Das Video ist schon etwas älter und einige werden es eventuell schon gesehen haben. Trotzdem möchte ich es gerne hier auch noch im Blog zeigen. Viel zu sagen zum Video gibts nicht. Alle Setups sind mit einem 580er Speedlight und silbernem Reflexschirm fotografiert. Ausgelöst wurde mit einem Elinchrom Skyport Funktrigger. Viel Spass :)